Die Wiener Privatklinik bietet in der Röntgenordination ab September 2010 zusätzlich zur Mammographie und Ultraschall eine MR-Mammographie für Patientinnen, die eine umfassende Diagnostik zur Brustgesundheit suchen.
Brustgesundheit bedeutet jährliche Mammographie- und Ultraschalluntersuchungen Österreichischen Frauen ist im europäischen Vergleich die Brustgesundheitsvorsorge sehr wichtig: Laut Eurobarometer-Erhebung gehen 53 Prozent der Frauen zur Mammographie; der europäische Durchschnitt liegt bei 31 Prozent. Trotzdem verlangt die EU ein flächendeckend organisiertes Mammascreening für alle Frauen ab 40. Die meisten Veränderungen der Brust sind zwar gutartig, kommt es aber doch zum Brustkrebs, ist eine möglichst frühzeitige Entdeckung lebensrettend. Regelmäßige Selbstuntersuchungen, Kontrollen beim Facharzt und eine regelmäßige Mammographie ab dem 40. Lebensjahr bilden dafür die Grundlage. Eine einmal jährlich durchgeführte Mammographie erhöht deutlich die Wahrscheinlichkeit, Brustkrebs in einem noch heilbaren Stadium zu entdecken. Brustultraschall und Mammographie gemeinsam lassen neun von zehn Brusttumoren erkennen.
MR-Mammographie in der Wiener Privatklinik – „Ihre Brustgesundheit liegt uns am Herzen“
Ab September 2010 wird in Röntgenordination an der Wiener Privatklinik zusätzlich zur Mammographie und Ultraschall eine MR-Mammographie angeboten. Die Magnetresonanztomographie (MRT), auch Kernspintomographie genannt, ist ein bildgebendes Verfahren, mit dem sich Weichteile besonders gut darstellen lassen. Daher kann das MRT in der Brustgesundheitsdiagnostik als Zusatzmethode, zum Beispiel bei einem Knoten der Brust, der sich mittels Ultraschall und Mammographie nicht ausreichend beurteilen lässt, eingesetzt werden. Für Patientinnen mit unklaren Ergebnissen bietet die Wiener Privatklinik mit der MR-Mammographie den Vorteil, gezielt während der Untersuchung Gewebe zu entnehmen und damit belastendere operative Eingriffe in Narkose zu vermeiden. Die Ergebnisse vieler Studien zeigen, dass mit der gezielt eingesetzten MR-Mammographie ein zuverlässiges Verfahren vorhanden ist, das in Kombination mit den bereits eingeführten und etablierten Verfahren eine Erweiterung des diagnostischen Spektrums darstellt. Die Treffsicherheit noch höher, als bei der klassischen Mammographie. Ursächlich dafür sind die stetige Weiterentwicklung der Technik mit modernen Oberflächenspulen und Pulssequenzen sowie das Einführen von standardisierten Befundungskriterien.
Die Wiener Privatklinik bietet den optimalen Rahmen für eine ganzheitliche Brustgesundheitsvorsorge. Neben allen diagnostischen Möglichkeiten (Mammographie, Ultraschall, jetzt auch MR-Mammographie) bietet das Haus umfassende Therapiemöglichkeiten in einem interdisziplinären Umfeld der besten Spezialisten auf den Gebieten der Gynäkologie, Radiologie, Chirurgie, Onkologie und Physikalische Medizin.
Spezielle Einsatzfelder der MR-Mammographie: MRT-gesteuerte Markierung und Gewebsentnahme
Die Magnetresonanztomographie (MRT) hat sich zu einem wichtigen Zusatzverfahren vor allem in der Brustkrebs-Diagnostik entwickelt. In manchen Fällen ist eine verdächtige Veränderung der Brust weder zu tasten, noch in Mammographie oder Sonographie sicher zu beurteilen. Durch die MR-Mammographie kann diese Veränderung genauer untersucht werden und invasive Eingriffe zur Abklärung können vermieden werden. Dazu kann kernspintomographisch entweder eine Gewebeprobe entnommen werden, oder die Veränderung wird markiert, um dadurch eine eventuell nachfolgende Therapie schonender und effektiver gestalten zu können.
Weitere Einsatzfelder der MR-Mammographie:
- Präoperative Stadieneinteilung bei Patientinnen mit Brustkrebs
Die MR-Mammographie kann vor geplanter brusterhaltender Therapie hilfreich sein bezüglich der Fragen nach Ausdehnung des bösartigen Tumors und dem Vorhandensein von weiteren Herden in der gleichen Brust oder in der Gegenbrust.
- Unterscheidung von Narbe und Rezidiv nach Therapie
Ein weiteres unbestrittenes Einsatzfeld der MR-Mammographie ist bei Patientinnen mit Zustand nach Operation und Strahlentherapie eines Brustkrebs. Die MR-Mammographie erlaubt eine exzellente Unterscheidung zwischen Vernarbungen und Rückfällen des Brustkrebses und ist allen anderen Methoden überlegen.
- Die MR-Mammographie eignet sich hervorragend zur Beurteilung von Implantaten (insbesondere Silikonimplantate). Der Zustand und die Lage des Implantates, Rupturen und die sogenannte Kapselfibrose (Bindegewebskapsel) lassen sich hervorragend darstellen.
- Primärtumorsuche (Suche nach dem „Muttertumor“)
Bei Patientinnen mit Metastasen in Lymphknoten im Abflussgebiet der Brustdrüse, bei denen mittels herkömmlicher Mammographie und Ultraschall kein Primärtumor nachgewiesen werden kann, wird die MR Mammographie als Untersuchungsmethode mit der höchsten Treffsicherheit für die Tumorsuche eingesetzt.
- Kontrolle bei neoadjuvanter Chemotherapie
Bei einer neoadjuvanten Chemotherapie bei Brustkrebspatientinnen (Chemotherapie vor Operation) kann mit einer MR Mammographie das Ansprechen auf die Chemotherapie überprüft werden und ein sogenanntes ‚Non-responding’ (Nichtansprechen) früher als mit herkömmlichen Methoden festgestellt werden.